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Implify Connect automatisiert Lagermanagement in der Dentalbranche

Implify Connect automatisiert Lagermanagement in der Dentalbranche Frankfurt am Main, 10. April 2024 – Das Frankfurter Start-up Implify, das bereits für seine Online-Plattform für Implantat-Nachversorgung bekannt ist, bietet nun eine innovative Lösung zur Automatisierung der Lagerverwaltung, die jegliche manuelle Bestellvorgänge für Praxen, Labore und Hersteller eliminiert. Implify Connect automatisiert die Lagerhaltung für alle Akteure der Branche Implify Connect ist eine innovative Plug & Play Lösung, die veraltete Prozesse im Lagermanagement automatisiert und somit jeder Partei entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht, effizienter zu arbeiten, interne Abläufe zu digitalisieren und letztendlich sich voll und ganz auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren. Aktuell funktioniert die Implify Connect Lösung für Implantate und Prothetik Produkte in Kooperation mit namhaften Herstellern. Perspektivisch kann die Lösung auf alle Materialien einer Zahnarztpraxis und im Dentallabor ausgeweitet werden. Nahtlose Integration der Lösung in die bestehende Lagerhaltung Implify Connect lässt sich nahtlos in die bestehende Lagerhaltung integrieren, indem das bestehende Lager – beispielsweise ein einfacher Schrank – mit moderner Hardware ausgestattet wird. Jedes Produkt in dem Lager wird mit einem eindeutigen Tag versehen, der es identifizierbar macht. Alle Produktinformationen, einschließlich Bestand, Chargennummer und Ablaufdatum sind in der Implify Connect Cloud online einsehbar.  Die Hardware erkennt jede Entnahme und Zugabe des Lagers automatisch und der Bestand passt sich direkt an – ohne Scannen oder Faxen. Zusätzlich generiert Implify Connect automatisch Nachbestellungen, sobald ein definierter Mindestbestand unterschritten wird und optimiert somit ebenfalls Versandkosten durch Sammelbestellungen. So bleiben die Bestände immer auf dem gewünschten Niveau, ohne dass ein manueller Aufwand erforderlich ist. Dabei sparen alle Beteiligten Zeit und Nerven: Der Hersteller als Lieferant sowie die Zahnarztpraxis oder das Dentallabor als Kunde. Implify Connect: Lagermanagement neu gedacht Eine effiziente Lagerhaltung ist entscheidend für den reibungslosen Ablauf von Praxen und Laboren – insbesondere in Zeiten von Personalmangel. Implify Connect präsentiert einen Fortschritt in der Digitalisierung, der die Art und Weise, wie Produkte nachbestellt werden, grundlegend verändert. Sowohl Inventurprozesse als auch die Dokumentation der Bestellungen werden künftig weniger bis gar keine Zeit in Anspruch nehmen, was wertvolle Ressourcen und letztendlich Kosten einspart.   Über Implify Implify ist eine unabhängige und zentrale Service- und Technologie-Plattform im Bereich der Implantologie. Das Unternehmen wurde 2020 von Florian Schnorr, Marc-Philipp Kern und Steffen Weinlich gegründet und gilt als Pionier in der Digitalisierung von Prozessen rund um die Materialbeschaffung. Vom Firmensitz in Frankfurt am Main aus unterstützt Implify Dentalpraxen und -labore in der DACH-Region bei der digitalen Warenbeschaffung und -verwaltung. Mittels einer standardisierten Aufbereitung der Produkte und smarter Technologien können Einkäufer alle notwendigen Produkte für eine Implantat-Behandlung schnell finden und direkt online bestellen. Dank der neu entwickelten Lösung „Implify Connect“ geht dies nun auch vollautomatisch.Mehr Informationen über Implify unter www.implify.de Mehr Informationen zu Implify Connect unter www.implify.de/implify-connect/ Pressekontakt Marc-Philipp KernTelefon 069 945 158 95

Das Ende von Scannen, Faxen und Co. in der Dentalbranche?

Das Ende von Scannen, Faxen und Co. in der Dentalbranche? Implify Connect revolutioniert die Lagerhaltung der Konsignationslager und eliminiert jeglichen administrativen Aufwand für Praxen, Labore und Hersteller. Der wohl größte Zeitfresser der Dentalbranche: Zeitintensive Bestellvorgänge und unstimmige Materialbestände  In der Implantologie stehen Effizienz und Präzision an erster Stelle. Doch trotz technologischer Fortschritte der Branche in den letzten Jahren, sind Lagermanagement und die Dokumentation von Waren bis heute eine der zeitaufwendigsten Pflichten auf Herstellerseite, aber auch im Praxis- & Laboralltag. Die Beschaffung der Materialien gestaltet sich oft als langwierig und kompliziert. Bestellungen werden manuell aufgenommen, Formulare ausgefüllt und per Fax oder E-Mail an die Hersteller gesendet. Dabei haben sich in den letzten Jahren Konsignationslager etabliert, für die es bis heute keine Lösung gibt, die für alle Parteien zufriedenstellend funktioniert. Dieser zeitraubende Prozess führt nicht nur zu Verzögerungen in der Versorgung der Patienten, sondern birgt auch das Risiko ungenauer Bestellungen, unzureichender Materialbestände und hoher Abschreibungen zum Jahresende. Die gegenwärtig verbreiteten manuellen Scanlösungen haben zwar dazu beigetragen, dass der Warenbestand bereits digital einsehbar ist. Jedoch bleibt trotz dieser Fortschritte der manuelle Arbeitsaufwand bestehen, ebenso wie das Risiko von Fehlern, die zu ungenauen Bestandsaufnahmen und Materialengpässen führen können. Scanlösungen sind in hohem Maße auf die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Mitarbeiter angewiesen, um effektiv zu funktionieren.    Connect automatisiert die Lagerhaltung für alle Akteure der Branche  Implify Connect ist eine innovative Plug & Play Lösung, die veraltete Prozesse im Lagermanagement automatisiert und somit jeder Partei entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht, effizienter zu arbeiten, interne Abläufe zu digitalisieren und letztendlich sich voll und ganz aufs eigene Kerngeschäft zu konzentrieren – ganz unter dem Motto “Automated Warehousing for Everyone”. Aktuell funktioniert die Connect Lösung für Implantate und Prothetik Produkte. Perspektivisch kann das Modell auf alle Materialien einer Zahnarztpraxis und im Dentallabor ausgeweitet werden.   Nahtlose Integration der Lösung in die bestehende Lagerhaltung Connect wird reibungslos in die bestehende Lagerhaltung integriert, indem das Lager – etwa ein einfacher Schrank – mit neuester Hardware ausgeleuchtet wird. Jedes in dem Lager befindliche Produkt wird mit einem eindeutigen Tag versehen, der es identifizierbar macht. Alle Produktinformationen, einschließlich Bestand, Chargennummer und Ablaufdatum sind in der Connect Cloud online einsehbar. Die Hardware erkennt jede Entnahme und Zugabe des Lages automatisch und der Bestand passt sich direkt an – ohne Scannen oder Faxen.  Auf diese Weise entfällt die manuelle Erfassung und potenzielle Fehler werden reduziert. Basierend auf den aktualisierten Bestandsdaten generiert Connect automatisch Nachbestellungen, sobald ein definierter Schwellenwert unterschritten wird. So bleiben die Bestände immer auf einem optimalen Niveau, ohne dass manueller Aufwand erforderlich ist. Dabei sparen alle Beteiligten Zeit und Nerven: Der Hersteller als Lieferant, sowie die Zahnarztpraxis oder das Dentallabor als Kunde.    Implify Connect: Der neue Digitalisierungs-Standard der Dentalbranche Eine effiziente Lagerhaltung ist entscheidend für den reibungslosen Ablauf von Praxen und Laboren – insbesondere in Zeiten von Personalmangel. Implify Connect präsentiert einen revolutionären Digitalisierungs-Standard, der die Art und Weise, wie Produkte nachbestellt werden, grundlegend verändert. Sowohl Inventurprozesse, als auch die Dokumentation der Produkte werden künftig einen Bruchteil der Zeit in Anspruch nehmen, was wertvolle Ressourcen und letztendlich Kosten einspart. Mit Implify Connect erleben Sie die Zukunft des Lagermanagements schon heute. 

Intraoralscanner Preis. Was kostet ein Intraoralscanner?

Die Zahnmedizin hat in den letzten Jahren einen Wandel durchlebt, insbesondere durch den verstärkten Einsatz von Intraoralscannern.  Intraoralscanner bieten viele Vorteile, von der schnellen Datenerfassung, über die Einsparung von Abformmaterialien bis hin zur schnellen Übermittlung der Patientendaten in Labore.   Immer mehr Zahnärzte erkennen die Vorteile dieser Technologie und entscheiden sich für die Verwendung von Intraoralscannern in ihrer Praxis. Doch wie lässt sich der Intraoralscanner Preis bestimmen? In diesem Artikel werden wir Ihnen einige tiefergehende Insights zum Thema “Intraoralscanner Preis” geben. Nachdem Sie den Inhalt gelesen haben, werden Sie folgende Fragestellungen beantwortet haben: Verschiedene Preisklassen Intraoralscanner sind wie viele Medizinprodukte Geräte, welche in unterschiedlichsten Konfigurationen zu finden sind. Preise von Intraoralscannern variieren daher nicht nur zwischen den Herstellern und Produkten, sondern auch unter den Ausführungen und “Extras”, welche Ihnen wichtig sein könnten.   Um Ihnen das Thema auf einfache Weise nahe zu bringen, clustern wir die am Markt existierenden Intraoralscanner in 3 Kategorien. Einstiegsmodelle, Mittelklasse und High-End Modelle. In diesen Kategorien geben wir Ihnen einen Abriss über die Eigenschaften der in diesem Segment beheimateten Intraoralscanner, für welche Praxen diese Intraoralscanner Sinn ergeben und ein Beispiel eines Intraoralscanners dieser Preisklasse. a. Einstiegsmodelle: Beginnen wir mit den kostengünstigen Einstiegsmodellen für Zahnärzte, welche in die Welt der Intraoralscanner einsteigen möchten. Heutzutage sind nahezu alle Intraoralscanner auf einem guten – bis sehr guten Niveau. Kostengünstige Intraoralscanner sind gute Optionen für Zahnärzte, welche mit dem Thema der digitalen Abformung noch nicht allzu vertraut sind, sich heranwagen wollen, oder bei welchen die Patientendichte in der Praxis für die Nutzung die Realisierung mit einem hochwertigeren Produkt nicht rechtfertigt. Nur weil ein Gerät kostengünstig ist, muss es aber noch lange nicht schlecht sein. Stellen Sie sich von Anfang an die Frage, ob Sie tatsächlich das “Flagship” Modell benötigen und welche Behandlungsoptionen mit Hilfe des Intraoralscanners abgedeckt sein sollen. Ein Beispiel für ein Einstiegsmodell ist der VivaScan. Dieser Intraoralscanner ist ein preiswertes Einstiegsmodell und bietet eine komfortable Laptop-Lösung. Er ermöglicht eine einfache Kommunikation mit dem Dentallabor oder anderen Empfängern durch seine herstellereigene Cloud. Der VivaScan ist primär für den Scan-only-Einsatz konzipiert. Bereits ab 13.900 € ist der VivaScan ein Einstiegsmodell (Stand März 2024). b. Mittelklasse: Für Zahnärzte, die eine komplexe Lösung für ihre Praxis suchen und besondere Funktionen oder Verbesserungen gegenüber den Einstiegsmodellen wollen, bietet die Mittelklasse eine ausgewogene Lösung. Diese Intraoralscanner verfügen über erweiterte Technologien, die den Workflow in der Praxis optimieren. Beispielhaft sind hier Upgrades in der Software wie die Scangeschwindigkeit oder in der Hardware durch den Umstieg auf kabellose Scanner. Dabei muss man nicht unbedingt auf einen neuen Intraoralscanner zurückgreifen. Einige Anbieter am Markt bieten sogenannte “refurbished” Modelle an. Dabei handelt es sich um neuwertige Geräte, die generalüberholt werden. Beispielsweise erhalten Sie so den iTero Flex bereits ab 11.499 € vs. Neupreis ab 19.900 € (Stand März 2024). c. High-End-Modelle: Für Praxen oder Kliniken, welche viel und oft scannen, kann ein High-End-Modell die richtige Lösung darstellen. Interessenten dieser Preisklasse haben eindeutige Erwartungen an die Scanner oder benötigen spezielle Hersteller, um dem Workflow nicht zu schaden. Hier können Scanner abhängig von den Anforderungen schnell sehr teuer werden, je nachdem was benötigt wird. Soll es vielleicht statt eines Laptops gleich ein ganzer Cart sein, um den Intraoralscanner schnell zwischen verschiedenen Behandlungsräumen zu transportieren? Ein Beispiel für ein High-End-Modell ist der Primescan von Dentsply Sirona. Dieser Intraoralscanner zeichnet sich durch seine hohe Präzision der Abformung aus und bietet ein komfortables Scannen durch sein großes Aufnahmefeld. Er verfügt über eine intelligente Bildverarbeitung und -erfassung und bietet autoklavierbare Edelstahlhülsen. Je nach Variante ist der Primescan mit oder ohne Chairside-Option erhältlich und das ab 29.900 € (Stand März 2024). Zusätzliche Kosten Neben den allgemeinen Kosten, welche für einen Intraoralscanner anfallen, sollten Sie ggf. mit zusätzlichen, herstellerspezifischen Kosten rechnen. So fallen bei manchen Herstellern weitere Kosten für Wartung und Serviceoptionen wie Schulungen an.  Eine realistische Betrachtung der Gesamtkosten ist entscheidend, um eine langfristige Budgetplanung zu ermöglichen und die wirtschaftliche Rentabilität des gewählten Intraoralscanners zu gewährleisten. Vergleich mit anderen Investitionen Intraoralscanner wirken im ersten Moment als eine happige Investition für viele Zahnärzte. Was ist also der Grund, warum sich dennoch immer mehr Ärzte für den Wechsel entscheiden?  Der Vergleich mit anderen Investitionen verdeutlicht die langfristigen Vorteile von Intraoralscannern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Abdruckmethoden bieten Intraoralscanner nicht nur eine höhere Genauigkeit, sondern auch eine erhebliche Zeitersparnis. Wenn man die Kosten für Materialien und Arbeitszeit bei konventionellen Abdruckmethoden betrachtet, wird schnell ersichtlich, dass Intraoralscanner langfristig kosteneffektiver sind.  Faktoren, die den Intraoralscanner Preis beeinflussen Ein maßgeblicher Einflussfaktor ist der Hersteller und die damit verbundene Markenpräsenz. Bekannte Hersteller mit einem soliden Ruf in Bezug auf Qualität und Innovation setzen in der Regel höhere Preisvorstellungen für ihre Intraoralscanner an. Die Markenreputation kann jedoch auch als Indikator für Zuverlässigkeit und qualitativ hochwertigen Kundensupport dienen. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der technologische Umfang des Intraoralscanners. Modelle mit fortschrittlichen Funktionen, wie verbesserten Scantechnologien und erweiterten Softwaremöglichkeiten, werden zu einem höheren Preis angeboten. Ebenso spielen die Konnektivität und Integrationsfähigkeit eine Rolle. Darüber hinaus beeinflussen Service- und Supportleistungen den Preis eines Intraoralscanners. Hersteller, die umfassende Wartungsverträge, Schulungen und erstklassigen Kundensupport bieten, setzen häufig höhere Preisvorstellungen auf all ihre Modelle. Tipps für den Kauf Bei der Entscheidung für den Kauf eines Intraoralscanners ist es essentiell, einige Schlüsselfaktoren zu berücksichtigen. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen sollen, eine fundierte Entscheidung zu treffen: Beginnen Sie mit einer gründlichen Bedarfsanalyse Ihrer Zahnarztpraxis. Identifizieren Sie die spezifischen Anforderungen und Integrationserfordernisse, damit der Intraoralscanner optimal in den Arbeitsablauf passt. Setzen Sie sich ein klar definiertes Budget. Dieses sollte nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch zusätzliche Kosten wie Softwarelizenzen, Wartungsverträge und Schulungen abdecken. Führen Sie einen umfassenden Vergleich verschiedener Modelle durch. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur den Preis, sondern auch technologische Merkmale, Präzision und die Integration in Ihren digitalen Workflow. Wenn Sie mehr über das Thema “Intraoralscanner Vergleich” wissen wollen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel: https://www.implify.de/intraoralscanner-vergleich/  Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungen von anderen Zahnärzten, die bereits den Intraoralscanner nutzen, den Sie in Betracht ziehen. Dies bietet praxisnahe Einblicke in die tatsächliche Leistung des Geräts. Achten Sie auf Herstellerunterstützung und Kundenservice. Ein

Intraoralscanner Vergleich. Welcher Scanner passt zu meiner Praxis?

Intraoralscanner haben seit einigen Jahren stark an Bedeutung gewonnen und viele Zahnarztpraxen spielen mit dem Gedanken mehr Digitalisierung und Prozessvereinfachung durch einen Intraoralscanner in die Praxis zu bringen. Ein logischer Ansatz ist, im Internet nach einem Intraoralscanner Vergleich zu suchen. Im Folgenden erhalten Sie einen umfangreichen Überblick von Intraoralscannern, welche Kriterien Sie vergleichen und worauf Sie beim Kauf achten sollten.  Viele Wege führen nach Rom Die Suche nach einem geeigneten Intraoralscanner gestaltet sich für viele Zahnarztpraxen als anspruchsvoll, da es nicht den einen perfekten Scanner gibt, der für jede Praxis und jeden Workflow gleichermaßen geeignet ist. Die Vielzahl an individuellen Anforderungen und Gegebenheiten macht die Auswahl zu einer komplexen Entscheidung. Letztendlich fungiert der Intraoralscanner als Instrument, welches in harmonischer Symbiose mit Ihrer Zahnarztpraxis und Ihrem Workflow agiert. Daraus ergibt sich die zentrale Frage, unter welchen Kriterien ein Intraoralscanner Vergleich sinnvoll ist. Hierbei lassen sich grundlegend vier verschiedene Kategorien unterscheiden: Hardware, Software, Service und Preisgestaltung. Schauen wir uns diese Aspekte im Detail an: Ein Blick auf die Hardware Die Hardware ist die wichtigste Komponente bei der Beurteilung von Intraoralscannern. Die Präzision des Scanners ist ein entscheidender Faktor, den Sie bei der Bewertung berücksichtigen sollten. Überlegen Sie außerdem, ob Ihr Intraoralscanner kabellos sein sollte und welches Gewicht für Sie am besten geeignet ist. Schwere Intraoralscanner können den Scanprozess beeinträchtigen und viele Praxen berichten, dass sie diesem Aspekt bei der Kaufentscheidung mehr Aufmerksamkeit hätten schenken sollen. Bezüglich des Computers sollten Sie sich fragen, ob Ihnen ein Computer oder Laptop genügt oder Sie doch eher eine Cart-Version bevorzugen. Eine Cart Version hat den Vorteil, dass der Computer auf einem rollbaren Wagen platziert ist, was die Mobilität und Flexibilität zwischen den Behandlungsräumen erhöht. Des Weiteren sind Cart-Versionen Medizinprodukte, sodass sie bei der Platzierung im Abstand zu Ihren Patienten, anders als bei Laptops, nichts beachten müssen. Cart Versionen sind oftmals Upgrades der Intraoralscanner Modelle und meist deutlich teurer.  Einige Intraoralscanner bieten zudem weitere Funktionen wie Foto- oder Farbscan-Optionen für die Zähne, um den Patienten Leistungen wie bspw. Bleaching zu verkaufen, um so den Umsatz zu steigern. Anforderungen an die Software Die Software eines Intraoralscanners ist ebenso wichtig wie die Hardware und beeinflusst die Effizienz des Workflows erheblich. Schnelligkeit und Benutzerfreundlichkeit sind entscheidende Faktoren, um reibungslose Abläufe in der Praxis zu gewährleisten. Die Systemoffenheit des Scanners in verschiedenen Hersteller-Ökosystemen, insbesondere die Datenübertragung im STL-Format, ist für viele Käufer relevant. Wenn Ihr Intraoralscanner den Datentransfer in andere Systeme, wie beispielsweise das System des Labors ermöglicht, kann nahtlos gearbeitet werden. Allgemein sollten Sie sich auch mit den Chairside-Optionen der Anbieter vertraut machen, sodass der Intraoralscanner Ihren Workflow widerspiegeln kann.  Zusatzoptionen der Hersteller  Im Bereich Service sind Schulungsoptionen zur Bedienung des Intraoralscanners von großer Bedeutung, um das volle Potenzial des Geräts auszuschöpfen. Herstellerangebote und regelmäßige Updates der Produktfunktionalitäten stellen sicher, dass die Praxis stets auf dem neuesten Stand der Technologie bleibt. Ein zuverlässiger Außendienst und geschulter Kundenservice sind sehr relevant für eine reibungslose Nutzung des Scanners. Zusatzkosten für Serviceleistungen sollten transparent kommuniziert werden. Was Sie über die Kosten wissen müssen Die Kostenkategorie umfasst verschiedene Aspekte, darunter die Wartungskosten, Initialkosten und die Verfügbarkeit von Finanzierungsoptionen und Leasingmöglichkeiten. Eine genaue Betrachtung der Gesamtkosten ist entscheidend, um eine langfristige Budgetplanung zu ermöglichen und die wirtschaftliche Rentabilität des gewählten Intraoralscanners zu gewährleisten. Zusammengefasst: Darauf kommt es an. Die Auswahl des optimalen Intraoralscanners für Ihre Zahnarztpraxis erfordert eine gründliche Prüfung der vier Hauptkategorien, welche von entscheidender Bedeutung sind: Intraoralscanner Vergleich  Um einen direkten Intraoralscanner Vergleich zu ermöglichen, haben die Implify Produktexperten mehrere Intraoralscanner auf dem Markt genauer unter die Lupe genommen.  Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über sieben etablierte Intraoralscanner. Jeder dieser Scanner hat individuelle Stärken. Durch diesen Vergleich können Sie herausfinden, welcher am besten zu Ihren Anforderungen passt. Zu unserer Auswahl des Intraoralscanner Vergleichs gehören die Scanner: Modell Hersteller / Service-Partner iTero Flex iTero / ZimVie Dexis IS 3800W DEXIS / Nobel Biocare Trios 5 3shape Medit i700 Medit PrimeScan Dentsply Sirona Virtuo Vivo Straumann Aoralscan 3 Sining 3 Intraoralscanner Übersicht Ein genauer Blick auf die Systeme iTero Flex “Der Preis-Leistungs-Sieger”  Der iTero Element Flex ist ein mobiler Intraoralscanner, der durch seine Flexibilität überzeugt und sich besonders für Praxen mit mehreren Standorten eignet. Das leichtgewichtige und tragbare Handstück-System kann an einen Laptop angeschlossen werden und bietet scharfe Farbscans sowie eine schnelle klinische Bewertung. Die Software ermöglicht eine effiziente Zusammenarbeit mit dem Labor, mittels STL-Datentransfer oder der hauseigenen Cloud-Lösung. Zusätzlich bietet der Scanner zertifizierte Konnektivität mit Invisalign®, OrthoCAD sowie Drittanbieter Systemen. Der Scanner ist mit seinem Preis von 11.499 Euro bzw. einem Leasing Angebot mit Vollamortisation ab 249 Euro pro Monat einer der wenigen Intraoralscanner am Markt, bei dem Sie für einen vergleichsweise geringen Preis bereits Spitzenqualität erhalten.  Dexis IS 3800W “Freiheit und Präzision” Der Intraoralscanner “Dexis IS 3800W” ist ein kabelloses Powerhaus, das mit einer Aufladung bis zu einer Stunde lang ununterbrochen scannen kann. Mit nur 240 Gramm ist er einer der leichtesten und kompaktesten Intraoralscanner auf dem Markt. Des Weiteren verfügt er über einen eingebauten Sensor, welcher mittels Drehen des Scanners das digitale Modell auf dem Bildschirm ausrichten lässt, ganz ohne Maus. Der 3800W zählt außerdem zu den schnellsten Scannern am Markt. Mit 25 Sekunden Scanzeit je Bogen können Sie hier innerhalb von kürzester Zeit qualitative Scan Ergebnisse erwarten.  Zusätzliche Funktionen wie Foto- oder Farbscan-Optionen für die Zähne erhöhen die Vielseitigkeit des Scanners. Die benutzerfreundliche Software beeinflusst den Workflow positiv und die Kompatibilität des Scanners für verschiedene Hersteller-Ökosysteme erleichtert die nahtlose Zusammenarbeit. Trios 5 “Der Innovative”  Der Intraoralscanner “Trios 5” von 3Shape ist mit seinem neuartigen Hygienekonzept Vorreiter in der Branche. Der kleine und leichte Scanner liegt gut in der Hand und bietet mit der Scan Assist-Funktion eine vereinfachte Scan-Erfahrung durch haptisches Feedback. Die Daten werden offen abgeformt und lassen sich problemlos in Drittanbieter Software einpflegen.  Die Eigensoftware des Trios 5 sorgt für präzise Scanergebnisse und einen kalibrierungsfreien Workflow.  3Shape ist bekannt für sein umfangreiches Serviceangebot mit Schulungsoptionen und weiteren Angeboten.  Medit i700 “Schnell und leicht”  Der Intraoralscanner “Medit i700” macht das Scannen zu einem komfortablen Erlebnis für Zahnarzt und Patient.

Gingivaformer

Was ist ein Gingivaformer? Der Begriff Gingiva kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Zahnfleisch. Wie der Name bereits sagt, formt der Gingivaformer das Zahnfleisch nach der Implantat Insertion. Der Gingivaformer gehört bei der Implantation zu den chirurgischen Komponenten. Er ist notwendig, damit der Zahnersatz im späteren Verlauf der Behandlung abschließend und dicht eingesetzt werden kann. Wofür wird ein Gingivaformer genutzt? Der Gingivaformer dient zur Vorbereitung des Zahnfleischs nach der Implantation auf die spätere Einbringung des Zahnersatz und damit der Krone. Damit diese abschließend und dicht auf dem Zahnfleisch sitzt, formt der Gingivaformer das Zahnfleisch bereits passgenau vor. Dabei werden zwei verschiedende Formen der Einheilung unterschieden. Offene Einheilung Die offene Einheilung zählt zu den gängigsten Formen der Implantation. Hierbei wird der Gingivaformer unmittelbar nach dem Setzen des Zahnimplantats auf das Implantat geschraubt, um so während der Heilungsphase aus dem Zahnfleisch hervorzuragen. Während das Zahnimplantat einheilt und sich mit dem Knochen des Patienten verbindet, ist der Metallkopf des Gingivaformers als sichtbarer Teil des Zahnimplantats zu sehen. Nach der Abheilung des Zahnimplantats kann ohne chirurgischen Eingriff die Abformung erfolgen, um den endgültigen Zahnersatz einzubringen. Der Gingivaformer hat in dieser Zeit die Stelle über dem Implantat und rund um das Zahnfleisch ideal vorgeformt, um die Krone passgenau und abschließend einzusetzen. Geschlossene Einheilung Neben der offenen Einheilung gibt es die geschlossene Einheilung. Hierbei erfolgt die Formung des Zahnfleischs im Gegensatz zur offenen Einheilung erst nach der Einheilung des Zahnimplantats. Denn: Bei der geschlossenen Einheilung wird das Zahnimplantat nach der Implantation zunächst mithilfe einer Verschlussschraube verschlossen und das Zahnfleisch über der Implantationsstelle vernäht. Diese Art der Einheilung schützt das Implantat vor Infektionen und ermöglicht eine ruhige Einheilung. Der Gingivaformer kommt bei der geschlossenen Einheilung erst im weiteren Verlauf der Behandlung zum Einsatz. Sobald die Einheilungsphase abgeschlossen ist, wird das Implantat wieder freigelegt, die Verschlussschraube entfernt und der Gingivaformer eingesetzt. Dieser sollte der Größe des späteren Implantataufbaus entsprechen. Jetzt kann sich das Zahnfleisch wie bei der offenen Einheilung um den Gingivaformer rum schmiegen und so die Basis für die Zahnkrone vorbereiten. Welche Ausführungen gibt es? Gingivaformer gibt es in den verschiedensten Gingivahöhen und Durchmessern – je nach Indikation und Gingivahöhe des Patienten. Entscheidend für die Passgenauigkeit des Gingivaformers mit dem Zahnimplantat ist der Verbindungstyp und der Durchmesser der Innenverbindung. Beide Parameter müssen übereinstimmen, damit der Gingivaformer im Verlauf der Implantation einfach und sicher eingedreht werden kann. Um eine schlüssige und robuste Verbindung zwischen Implantat und Gingivaformer zu gewährleisten, muss der Implantologe beim Eindrehen des Gingivaformers einen vordefinierten Drehmoment aufbringen. Jetzt Gingivaformer einfach online bestellen auf Implify: shop.implify.de

Medical Device Regulation (MDR)

Medical Device Regulation (MDR) Die Anpassung an die EU Verordnung 2017/745 und 2017/746 ist durch die Medical Device Regulation am 25. Mai 2015 gemeinsam mit der In-vitro-Diagnostika Verordnung (IVDR) in Kraft getreten. Diese Anpassung betrifft insbesondere Hersteller von Medizinprodukten, da die MDR deutlich höhere Anforderungen an die Inverkehrbringung von Produkten der Klasse II oder höher stellt. Bestehende Produkte dürfen noch für eine Übergangsfrist von 4 Jahren verkauft werden, sofern diese nicht verändert werden. Veränderte Anforderungen durch die Medical Device Regulation Neben einer umfangreicheren technischen Dokumentation werden auch die Anforderungen und Regelungen für die klinische Bewertung steigen, insbesondere für Gefahrstoffe. Im Wesentlichen bezieht sich hierbei die Medical Device Regulation auf die Art und Qualität der klinischen Daten. In diesem Kontext sind ebenfalls die Daten aus der Post Market Surveillance (Überwachung der Produkte nach Inverkehrbringung) einzubeziehen. Diese sollen genutzt werden, um die Bewertung zu aktualisieren oder um Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen abzuleiten. Durch die MDR ist der Hersteller zusätzlich in der Pflicht eine eindeutige Produktidentifizierungsnummer (UDI = unique device identification) jedem Produkt zuzuordnen. Damit zusammenhängend wird es auch neue Anforderungen an die Etikettierung von Medizinprodukten geben. Einen detaillierten Vergleich, von MDR gegenüber MDD, an die Anforderungen zur technischen Dokumentation stellt das Johner Institut auf seiner Seite zur Verfügung. Veränderungen bei der Zulassung und Inverkehrbringung Durch die Medical Device Regulation wird es eine Anpassung in der Klassifizierung von Medizinprodukten geben. Dies betrifft im Wesentlichen Implantate die bisher der Klasse IIb zugeordnet waren. Brustimplantate, Total- oder Teilprothesen von Gelenken oder Implantate zum Ersatz von Bandscheiben oder die in Kontakt zur Wirbelsäule stehen sind zukünftig der Klasse III zugeordnet. Eine erhebliche Veränderung gab es auch bezüglich Software, die nicht mehr als Eigenständig betrachtet wird, sondern abhängig von der Nutzung in die unterschiedliche Klassifizierung fällt, in der Regel jedoch IIa oder höher. Durch die Verschärfung bei der Klassifizierung wird sich das Konformitätsbewertungsverfahren für einige Produkte ändern, da der Umfang abhängig von der Risikoklasse ist. Diese muss der benannten Stelle vorgelegt werden, die im Rahmen der EU-Vereinheitlichung diverse Tätigkeiten und Prüfbescheinigungen zugewiesen bekommen hat. Im Falle von Medizinprodukten mit hohem Risiko kann die benannte Stelle ein Scrutiny-Verfahren/Konsultationsverfahren einberufen. Dieses sieht vor, dass ein entsprechendes Expertengremium gebildet wird, um die Nachweise des Herstellers zu bewerten.  Allgemein Anpassungen durch die Medical Device Regulation Für die besagte Dokumentation sieht die Medical Device Regulation eine Verdopplung der Aufbewahrungsdauer vor. Diese beträgt nun 10 Jahre. Darüber hinaus soll die Datenbank EUDAMED ausgeweitet werden. Dies bedeutet, dass die Informationen von Herstellern, Bevollmächtigten und Importeuren zusätzlich aufgenommen werden, um so bei Mängel schnell reagieren zu können. Eine weitere Verschärfung wird es bezüglich der OEMs geben, auf die zukünftig die gleichen Pflichten wie auf die Hersteller zukommt. Ausgenommen hiervon sind spezielle vertragliche Vereinbarung zwischen OEM und Hersteller oder bei landesspezifischen Anpassungen oder Übersetzungen. Medical Device Regulation – Empfehlung für Hersteller Basierend auf der Medical Device Regulation kommen viele Herausforderungen auf Hersteller zu. Um bestmöglich darauf vorbereitet zu sein wird empfohlen frühzeitig eine Aktualisierung der technischen Dokumente vorzunehmen. Dazu sollten Strukturen und Normen vereinheitlicht werden, das QM-System aktualisiert werden und die Erfüllung der MDR-Checkliste sollte überprüft werden. Für die zukünftige klinische Bewertung können außerdem schon Post-Market-Daten gesammelt werden, was bei zukünftigen Konformitätsbewertungen helfen kann. Darüber hinaus wird es außerdem die Verpflichtung geben, dass die Hersteller ein entsprechendes Risikomanagementsystem haben. Ursache und Kritik an der Medical Device Regulation Die Diskussionen, um höhere Anforderungen an Medizinprodukte ist durch den PIP-Skandal entstanden. Damals hatte die französische Firma Poly Implant Prothèse (PIP) jahrelang Brustimplantate aus billigem mangelhaften Industrie-Silikon verkauft. Aufgrund der hohen Rissanfälligkeit wurden diese dann von der lokalen Behörde vom Markt genommen.  Die höheren Standards bei den Medizinproduktzulassungen werden aber auch scharf kritisiert. Da mit den erhöhten Anforderungen auch erhöhte Kosten entstehen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen nur schwer tragen können. Ebenfalls wird eine Gefahr für die Patientensicherheit vermutet, da es zu einem Engpass an Medizinprodukten, aufgrund der geringen Anzahl an benannten Stellen, kommen wird. Dies führt dazu, dass kleine und mittlere Unternehmen aus dem Markt gedrängt werden und nur noch zu Zulieferern der Großkonzerne werden. Insbesondere für die EU Unternehmen stellt die Medical Device Regulation ein Wettbewerbsnachteil da, die sich hauptsächlich in den erhöhten Kosten, wie z.B. durch die erneute Zulassung, Systeme für UDI, Marktbeobachtungen und Compliance Officer ergeben.

Medizinproduktegesetz (MPG)

Medizinproduktegesetz (MPG) In Folge der europäischen Richtlinie über Medizinprodukte und deren Zubehör (93/42/EWG) wurde das Medizinproduktegesetz (MPG) in Deutschland 1995 in Kraft gesetzt. Das Gesetz regelt den Verkehr von Medizinprodukten bezüglich Sicherheit, Eignung und Leistung. Hierdurch wird die Gesundheit und der Schutz der Patienten, Anwender und Dritten sichergestellt. Dabei findet das Gesetz auch bei Zahnimplantaten Anwendung. Definition Medizinprodukte Als Medizinprodukte gelten alle Produkte die zur Diagnostik, Therapie, Überwachung und Verhütung eingesetzt werden. Hierzu zählen jedoch nicht kosmetische Produkte, Arzneimittel, menschliche Transplantate oder Blutprodukte, sowie tierische Gewebe. Bei der Klassifizierung der Produkte orientiert sich das Gesetz an der “Verletzbarkeit des menschlichen Körper” durch das jeweilige Produkt. Die Kriterien für die Einteilung in die Klassen sind nachfolgende: Dauer der Anwendung Ort der Anwendung und Grad der Invasivität Wiederverwendbares chirurgisches Instrument Aktives therapeutisches / diagnostisches Medizinprodukt Anwendung am zentralen Kreislaufsystem oder Nervensystem Verwendung von biologischem Material aus Tieren oder Menschen Klassifizierung von Medizinprodukten nach dem Medizinproduktegesetz Die Klassifizierung, gemäß Anhang IX der europäischen Richtlinie, orientiert sich hierbei an 18 Regeln. Diese lassen sich nachfolgend zusammenfassen: Klasse I Nicht oder gering invasive ProdukteKeine methodische RisikenKein oder unkritischer HautkontaktInvasive Produkte mit vorübergehenden Anwendung Klasse Ir Wiederverwendbare Medizinprodukte wie chirurgische Instrumente Klasse IIa Mäßiger InvasivitätsgradEs besteht ein gewisses AnwendungsrisikoKurzzeitige Anwendung im KörperInvasive Produkte mit kurzzeitiger Anwendungsdauer oder die resorbierbar sind Klasse IIb Systemische AuswirkungenErhöhtes methodisches RisikoLangzeitanwendung am oder im KörperNicht invasive EmpfängnisverhütungInvasive Produkte mit langzeitiger Anwendung Klasse III Besonders hohes methodisches RisikoLangfristige MedikamentenabgabeProdukte mit Inhaltsstoffen aus tierischen Ursprungs und dem Körperunmittelbare Anwendung am Herz, Kreislaufsystem oder zentralem NervensystemInvasive oder implantierte Empfängnisverhütung Klassifizierung von Medizinprodukten nach europäischem Recht Anforderungen an den Betrieb und an das Medizinprodukt Gemäß dem Medizinproduktegesetz (MPG) darf kein Produkt in Verkehr gebracht werden, bei dem ein begründeter Verdacht auf Mängel besteht oder dessen Datum abgelaufen ist. Darüber hinaus muss der Inverkehrbringer auf der Kennzeichnung oder Gebrauchsanweisung erkenntlich sein. Sollte der Inverkehrbringer keinen Sitz in der Europäischen Union haben, so ist automatisch der Importeur der Inverkehrbringer.  Damit ein Produkt überhaupt für den Markt zugelassen ist, muss es durch eine benannte Stelle freigegeben werden. Hierzu ist zum einen die CE-Kennzeichnung zwingend erforderlich, zum anderen ist ein entsprechendes Konformitätsbewertungsverfahren durchzuführen. Dessen Umfang ist dabei abhängig von der benannten Stelle, sowie der Produktklassifizierung. Besondere Regelungen und Anforderungen zur klinischen Bewertungen stellen dabei Systeme und Behandlungseinheiten, Sonderanfertigungen oder Medizinprodukte aus In-Haus-Herstellung dar. Strafen bei Nichteinhaltung Ordnungswidrigkeiten gegen das Medizinproduktegesetz (MPG) werden mit einer Geldstrafe von bis zu 30.000 € bestraft. Bei Nichteinhaltung können Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen folgen, wobei auch der Versuch strafbar ist. In besonders schweren Fällen kann sich die Freiheitsstrafe auf bis zu 5 Jahre erhöhen. 

Knochenaufbau bei Zahnimplantaten

Knochenaufbau bei Zahnimplantaten Wenn der Knochen oder die Kieferknochenstruktur nicht ausreicht oder die Beschaffenheit nicht stimmt, um ein Zahnimplantat im Kiefer zu verankern, dann ist ein Knochenaufbau notwendig.  Die Ursachen können hierfür auf eine Vielzahl von Gründen zurückgeführt werden. Die häufigsten sind jedoch Zahnlosigkeit oder Zahnerkrankungen, ohne dass eine adäquate Behandlung vorgenommen wurde. Grundsätzlich nimmt ein dichterer Kieferknochen Zahnimplantate besser an als ein dünner poröser Knochen. Dementsprechend sind die Erfolgsaussichten eines Implantats abhängig von der Höhe und Dicke des Kieferknochens.  Indikation für Knochenaufbau Das Ziel eines Knochenaufbaus ist das Knochenvolumen durch natürlichen Knochenwachstum zu steigern. Dieser Knochenaufbau minimiert ebenfalls den Zahnverlust der Nachbarzähne.  Ein Knochenaufbau ist notwendig wenn der Patient eine längere Zahnlosigkeit hat und sich einen Zahnersatz in Form von Zahnimplantaten wünscht, obwohl sein Kieferknochen nicht die notwendige Breite und Höhe für eine Implantation bietet.  Alternativen zum Knochenaufbau in Verbindung mit Zahnimplantaten sind ausschließlich andere Form des Zahnersatzes möglich. Ursachen für Knochenabbau Es gibt viele Gründe, die zu einem Knochenabbau führen. Der verbreitetste ist die Parodontitis, bei der ein bakterieller Zahnbelag die Zähne und den Zahnhalteapparat bedroht.  Bei der Parodontitis entwickelt sich das Zahnfleisch zurück. Dadurch wird die Wurzelhaut und das Zahnbett zerstört, was zu einem Zahnverlust und Knochenabbau führt. Ebenfalls können Bakterien zur Zahnwurzel dringen in Folge dessen kommt es zu einer Entzündung der Wurzelspitze und Bildung einer Zyste. Hierdurch entsteht ein massiver Angriff auf den Kieferknochen. Insbesondere bei Angstpatienten und älteren Patienten ist ein Knochenabbau zu entdecken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese keine regelmäßige Behandlung in Anspruch nehmen, gezogene oder verlorene Zähne haben oder bereits Prothesen tragen, wodurch schlussendlich dem Knochen eine natürliche Druckbelastung fehlt. Auch durch das Setzen eines Implantats kann sich eine Periimplantitis entwickeln (Entzündung der suprakrestalen Weichgewebes).  Wenn dies passiert ist ein chirguischen Eingriff erforderlich und ein anschließender Knochenaufbau notwendig.  Um den Umfang des Knochenaufbaus zu bestimmen gibt es eine Kategorisierung nach Resorptionsklassen. Die Kategorisierung nach Resorptionsklassen wurde von Cawood und Howell (1988 / 1991) vorgenommen. Diese wurde von Terry und Zarb 1991 aufgegriffen und modifiziert. Cawood und Howell Resorptionsklassen RKL 1 Bezahnter Kieferkamm RKL 2 Leere Alveole unmittelbar nach der Extraktion RKL 3 Die Alveole ist verheilt, der Alveolarfortsatz ist hoch, breit und abgerundet RKL 4 Hoher, aber scharfer, “messcherschneidenartiger” Kieferkamm RKL 5 Mäßig breiter, jedoch deutlich höhenreduzierter Alveolarfortsatz RKL 6 Vollständig resorbierter Processus alveolaris maxillae. Im Extremfall bildet der hochatrophe Kieferkamm mit dem harten Gaumen eine Ebene Terry und Zarb Resorptionsklassen Klasse 1 Bezahnt Klasse 2 Unmittelbar post extraktionem Klasse 3 Konvexe Kammform, ausreichende Höhe und Breite Klasse 4 Messerscharfe Kammform mit ausreichender Höhe aber unzureichender Breite Klasse 5 Flacher Kieferkamm, unzureichende Höhe und Breite Klasse 6 Ausgeprägte Basalbogenresorption ohne vorhersagbaren Muster Materialien für Knochenaufbau Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Materialien die für den Knochenaufbau genutzt werden können. Eine entsprechende Übersicht gibt ZWP in seinem eBook zur Implantology. Die Übersicht ist den Seiten 11 und 12 zu entnehmen. Das bevorzugte Knochenaufbaumaterial besteht aus Eigenknochen, welches beispielsweise aus der Hüfte, dem Kinn, dem Ober- oder Unterkiefer entnommen wird.  Das Transplantat liefert eine stabile Leitstruktur um die Knochenbildung zum Verwachsen anzuregen. Zudem wird keine Abstoßreaktion des Körpers erwartet. Ähnlich sind Isotransplantate, bei dem sich Spender und Empfänger genetisch identisch sind und entsprechende ähnliche genetische Marker aufweisen. Dementsprechend kann sich das Material ebenfalls besonders gut eingegliedern, ohne Antikörper-Reaktionen auszulösen.  Daneben wird allogenes (Fremdknochen), xenogenes (tierisch oder pflanzlich) oder auch synthetisches Knochenaufbaumaterial verwendet. Im Gegensatz zu Eigenknochen ist Fremdknochen deutlich teurer. Es bildet jedoch Knochen schneller als synthetisches oder xenogenes Material, da noch noch Leitstruktur besteht und es zudem Proteine beinhaltet.  Xenogenes Material wird häufig aus Rinderknochen hergestellt und ist mittlerweile als sehr zuverlässig anerkannt, was durch entsprechende Studien bewiesen wurde. Ähnlich wie bei synthetischem Material. Der Patient ist jedoch bei Verwendung von Fremdmaterial zwingend aufzuklären.  Die neueste Methode und Anwendung von Knochenaufbau ist über Bone Tissue Engineering.  Bei diesem Verfahren wird dem Patient zunächst ein kleines Stück Knochenhaut und etwas Blut entnommen. Anschließend wird dieses in einem Reinraumlabor isoliert und die Stammzellen werden auf einem geeigneten Trägergerüst gesetzt und mit dem vorher entnommen Blut vermehrt. Abschließend kann das angereichte Material (nach ca. 6-8 Wochen) in Form von Knochen Chips reimplantiert werden. um Sie abschließend. Behandlungsmethoden zum Knochenaufbau Der Knochenaufbau kann über unterschiedlichste Methoden vorgenommen werden. Dies ist von Patient zu Patient unterschiedlich und muss stets basierend an die Struktur des Kieferknochens und der Implantat Indikation angepasst werden. Im Nachfolgenden werden die verbreitetsten Methoden erläutert und vorgestellt.   Knochenblock Bei ausgeprägtem Knochenverlust ist der Einsatz eines Knochenblocks der aus dem Kiefer, dem Kinn oder dem Hüftknochen entnommen wird möglich. Alternativ gibt es auch Knochenblöcke die in Blockform angezüchtet wurden. Der Knochenblock wird dann im Knochenbereich über kleinere Schrauben angelagert und mit einer Membrane, die zwischen Block und Zahnfleisch platziert wird, geschützt. Nach entsprechenden 3 Monaten können die kleinen Schrauben entfernt werden und das Implantat gesetzt werden. Etwaige bestehende Hohlräume heilen automatisch oder können zusätzlich mit Knochenmaterial aufgefüllt werden.  Knochenanlagerung / Auflagerungsosteoplastik Bei kleineren Knochendefekten kann Knochenmehl oder -späne aus der Kieferumgebung entnommen werden und bei dem Knochendefizit anschließend angebracht und mit einer Kollagenmembrane abgedeckt werden. Sinuslift Eine spezielle Form im Oberkiefer ist der Sinuslift, bei dem der Kieferhöhlenbogen zunächst angehoben wird. Hierbei unterscheidet man zwischen einem inneren und äußeren Sinuslift. Beim inneren Sinuslift wird nur wenig Knochen benötigt. Das innere Bohrloch für das Implantat wird zum Füllen mit Knochenaufbau Material genutzt. Beim äußeren Sinuslift fehlt mehr Knochen, hierbei wird die Mundhöhle im Bereich der Wange minimalinvasiv geöffnet, um dieses mit Knochenaufbau Material zu füllen.  Nasenbodenelevation Das Verfahren ähnelt dem Sinuslift, es wird der Nasenboden vorsichtig vom Knochen abgelöst und dann leicht nach oben geschoben, um entsprechendes Knochenaufbau Material in den entstehenden Zwischenraum zu füllen. Socket Preservation Dieses Verfahren wird beim Zahnverlust angewendet und soll sicherstellen, dass der Kieferknochen erhalten bleibt oder sich regeneriert. Bei einer Extraktion oder Verlust fällt die Alveole normalerweise ein und die Kontur des Kieferknochen schmäler wird. Die Knochenhöhle wird häufig mit körperfremden Knochenaufbau Material gefüllt, um so eine weitere Operation und damit Belastung für den Patienten zu ersparen. Durch diese

Antikorruptionsgesetz

Antikorruptionsgesetz: Bedeutung für Zahnärzte – Rechte für Patienten Im Juni 2016 wurde das Antikorruptionsgesetz verabschiedet, welches unter anderem das Strafgesetzbuch (§§ 299a ff. StGB), wie auch das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch (§§ 81a, 197a, 307 SGB V) um weitreichende Regelungen ergänzt. Der Zweck des Gesetzes besteht darin, die Bestechung im medizinischen Bereich zu verringern und somit zu einer Verringerung der externen Einflüsse auf medizinische Entscheidungen zu führen. Das Gesetz bringt viele Änderungen und Regularien für Zahnärzte und Implantologen mit sich und stärkt gleichzeitig die Interessen der Patienten einer Implantat-OP. Vergehen werden mit drei Jahren Haft geahndet – schwere Straftaten sogar mit bis zu fünf Jahren. Kein Profit beim Bezug und der Anwendung von Zahnimplantaten  Das Gesetz hat direkte Auswirkungen auf den Kauf von Zahnimplantaten und Zubehör von Zahnarztpraxen in Deutschland. So ist es Zahnarztpraxen seit Juni 2016 nicht mehr erlaubt, einen Aufschlag auf den Implantat Kaufpreis zu erheben. Die Praxen dürfen dem Patienten also nur den Bezugspreis für die Medizinprodukte in Rechnung stellen, den Sie vom Hersteller erhalten haben, dies beinhaltet auch etwaige gewährte Mengenrabatte.      Beispiel: Wenn ein Zahnarzt 10 Implantate für 1000 € bestellt und aufgrund der großen Bestellmenge einen Rabatt von 200 € erhält, muss er den Rabatt von 200 € auf den Gesamtbetrag umlegen. Am Ende darf er von den Patienten so nur 80 € pro Implantat verlangen.   Das Antikorruptionsgesetz stärkt dadurch die Interessen und insbesondere den Geldbeutel der Patienten einer Implantat-OP. Denn unter dem Strich bezahlen Patienten nur noch den tatsächlichen Bezugspreis der Medizinprodukte ohne Aufschlag und unter Berücksichtigung gewährter Rabatte. Was viele Patienten nicht wissen: Durch das Antikorruptionsgesetz steht den Patienten einer Implantat-OP ein Auskunftsrecht über den Implantatpreis zu. So ist der Zahnarzt auf Nachfrage des Patienten dazu verpflichtet den Bezugspreis des Materials, das mit der Implantat-OP verbunden ist, offenzulegen. Neben dem Abrechnungsbetrag für den Patienten muss er auch den Einkaufspreis des Implants dokumentieren und nachweisen können. Damit Zahnärzte ihrer Auskunftspflicht schnell und einfach nachkommen können, bietet Implify eine intelligente Zuweisung der Bestellungen zu einzelnen Patienten. So kann im Nachgang einfach nachvollzogen werden, welcher Patient, welches Zahnimplantat erhalten hat. Keine Rückvergütungen über Dienstleistungen oder Schenkungen Das Antikorruptionsgesetz regelt auch den Umgang mit Einladungen und Schenkungen von Dritten an Zahnärzte. Dabei darf die Grenze der “Sozialüblichkeit” nicht überschritten werden. Einladungen zu teuren Geschäftsessen, die über der üblichen Preiskategorie des Arztes liegen, sind so nicht verhältnismäßig. Auch Schenkungen in jeglichem Rahmen sind nicht mehr zulässig. Auch hier gilt die “Sozialüblichkeit”. Wer Reisen oder hohe Geldvorteile als Gegenleistung für einen Kaufvertrag annimmt, macht sich strafbar. Dabei spielt auch der Zeitpunkt der Zuwendung eine Rolle: Zugewandte Vorteile sind umso kritischer anzusehen, je enger sie zeitlich im Zusammenhang mit Vertrags­ver­handlungen beziehungsweise der Unterzeichnung eines Vertrags stehen. Je höher die zeitliche Nähe, desto eher besteht der Anschein, dass mit der Zuwendung die Erwartung einer Gegenleistung verknüpft ist.  Neben den Regularien, die den Kauf und Verkauf von OP-Materialien regeln, hat das Antikorruptionsgesetz auch Auswirkung auf die Zusammenarbeit von Zahnärzten untereinander. So dürfen Zahnärzte untereinander keine exklusiven Absprachen treffen, die nicht rein medizinisch motiviert sind. Das heißt: Zahnarzt A darf Zahnarzt B empfehlen, wenn er davon überzeugt ist, dass Zahnarzt B die beste Therapie für die Implantat-OP bietet. Eine Empfehlung, die eine Geldleistung von Zahnarzt B vorsieht, ist nicht erlaubt. Implify sorgt für Rechtssicherheit Implify garantiert, dass alle Produkte auf der Plattform der Preisangemessenheit gemäß dem Antikorruptionsgesetz angeboten werden. Darüber hinaus unterstützt die digitale Plattform mit entsprechenden Funktionalitäten Zahnärzte beim Nachverfolgen und Nachvollziehen von Bestellungen und Kosten für Ihre Patienten. So können Sie Ihren Patienten jederzeit mit wenigen Klicks eine transparente Übersicht über die Beschaffungskosten bieten.

CADCAM

Was ist CADCAM? Wie wird es angewandt und was sind die Vorteile, Risiken und Herausforderungen bei der Anwendung von CADCAM? Begriffsherkunft von CADCAM: Der Begriff der CADCAM Anwendung stammt aus der Programmierung von Fertigungsprozessen wie z.B. der CNC Bearbeitung. Dabei werden über die CAD Software (Computer Aided Design) entsprechende Modelle und Baugruppen erstellt. Auf diese Modelle greift dann die CAM Software (Computer Aided Manufacturing) zurück, um Werkzeugwege für Werkzeugmaschinen zu generieren. So können aus digitalen Modellen reale Bauteile werden.  Anwendung des CADCAM Verfahrens in der Zahnmedizin Im Bereich der Zahnmedizin wird das CADCAM Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz, hauptsächlich bestehend aus Zirkonoxid, verwendet. In der Regel werden über diese Technik Zahnkronen, Teilkronen, Inlays, Onlays und Veneers hergestellt.  Es gibt unterschiedliche Verfahren, wie CADCAM genutzt wird. Zum einen gibt es das Chairside-Verfahren, bei dem es direkt am Zahnarztstuhl angewandt wird und der Zahnarzt in kurzer Zeit alle Schritte von der Erfassung der Oberflächenbeschaffenheit bis hin zur Anfertigung des Zahnersatz übernimmt. Hierbei erfolgt zunächst die optische Erfassung der Präparation intraoral. Über eine Kamera mit einem kleinen Kopf werden 3D Aufnahmen des Quadranten oder des gesamten Kiefers angefertigt. Ein entsprechendes Softwareprogramm liefert einen naturgetreuen modellierten Vorschlag zur Kauflächengestaltung (CAD Modell), die vom Zahnarzt jedoch noch individualisiert werden muss. Nach Fertigstellung des Modells wird dies an eine Fräseinheit übertragen, dass aus einem kompletten Rohling (in der Regel ein keramischer Monoblock) ein reales Modell fräst (CAM Modell). Je nach Zahn nimmt dieser Fräsvorgang 10-20 Minuten in Anspruch. Anschließend erfolgt ein aufwendiges Polieren des Rohlings per Hand. Damit ist die Zahnkrone fertiggestellt und der Patient kann auf das Einsetzen vorbereitet werden. Das Chairside-Verfahren lohnt sich in der Regel bei Einzelzahnversorgungen oder kleineren Brücken von Seitenzähnen. Zum anderen gibt es das Labside-Verfahren, dass häufig für Frontzähne angewandt wird, da die entsprechende Farbe des Rohling noch nachgearbeitet werden muss. Hierzu wird im Labor ein Gipsmodell als Arbeitsmodell und als Gegenkiefermodell erstellt. Diese Modelle werden dann in ein CADCAM Format, über eine Kamera oder einen Laserabtaster, transferiert. Ein automatisches Grundgerüst wird basierend auf der Software erstellt. Zusätzliche werden ästhetische Gesichtspunkte wie die Präparationsgrenze, Lagebeziehung zu Nachbarzähnen und Bisssituation durch den Zahntechniker ergänzt (CAD Modell). Das finale Modell wird wie beim Chairside-Verfahren an eine Fräseinheit übertragen und ein Sintern (Erhitzen bei erhöhtem Druck) findet statt, wodurch das Volumen um ca. 30 % schrumpft (CAM Modell). Bei Kronen- und Brückengerüsten erfolgt eine Verblendung durch Auftragen und Verbrennen einer herkömmlichen keramischen Masse, die in mehreren Schichten händisch aufgetragen wird. Das fertiggestellte Produkt wird an den Zahnarzt geschickt, der eine entsprechende Reinigung und Einprobe vornimmt. Das Einsetzen findet in adhäsiver Technik statt, hierzu werden zunächst die Zähne für die Zementierung vorbereitet. Bei einer adhäsiven Befestigung werden mithilfe von 35%igem Phosphorsäure-Gel die Schmelzränder konditioniert und eine Dentinätzung wird für maximal 15 Sekunden vorgenommen bevor ein Dentinhaftvermittler, auf das noch vorsichtig getrocknete bzw. wieder leicht angefeuchtete Dentin und den Zahnersatz aufgetragen wird. Anschließend wird alles gründlich abgesprüht und silanisiert. Abschließend findet eine Kontrolle und Korrektur der Okklusion (Schlussbiss und Kaubewegung) statt und entsprechende Ränder werden ausgearbeitet. Bei Inlays, Onlays und Teilkronen wird zur Verbesserung der Oberflächenstruktur fluoridiert. Vorteile des CADCAM Verfahrens Durch die Nutzung des CADCAM Verfahrens können Fehlerkorrekturen, wie zum Beispiel, die Nacharbeit von Präparation einfach erkannt werden und durch im Scansystem integrierte Abstandsfunktionen der Präparationsgrenzen einfach überprüft werden. Bei dem Chairside-Verfahren muss der Zahnarzt darüber hinaus keinen zusätzlichen Termin mit dem Patienten ausmachen.  Die CADCAM Technology bietet höchste Präzision in Planung und Ausführung und ermöglicht eine minimalinvasive Vorgehensweise, wodurch insbesondere bei älteren Patienten das chirurgische Risiko minimiert werden kann. Die Automatisierung ermöglicht darüber hinaus eine kostengünstigere Fertigung und die gefertigten Produkte sind aufgrund der häufigen Nutzung von Zirkon metallfrei. Risiken des Verfahrens Obwohl das digitale CADCAM Verfahren dem konventionellen Verfahren tendenziell überlegener ist, besteht die Gefahr der Unpräzision bei der Vielzahl von technik-sensitiven Arbeitsschritten zur Aufnahme der Pass- und Bissform. Darüber hinaus besteht bei verblendeten Gerüsten die Gefahr des Chippings, was bedeutet, dass sich die Verblendkeramik vom Gerüst aufgrund der Belastung abschert. Weitere Komplikationen können unter anderem eine Fraktur (Bruch) sein, Zahnsensibilität durch Fehler bei der Befestigung des Gerüstes oder Kronenrandkaries, was durch unzureichende Mundhygiene oder Befestigungsmaterial in der Klebefuge zurückzuführen ist. Da bei der digitalen intraoralen Abformung nur Ausschnittsbilder zu einem Gesamtmodell gemacht werden, ist der Algorithmus für die Genauigkeit des Gesamtmodells relevant. Um diesem vorzubeugen, sollte dem empfohlenen Scanpfad des entsprechenden Scansystems gefolgt werden, um Ungenauigkeiten bei der Erstellung des Gesamtmodells vorzubeugen.  Herausforderungen Aufgrund der rasanten Fortschritte in der CADCAM Technik ist ein Erwerb der entsprechenden Kenntnisse sowie eine ständige Weiterbildung notwendig. Die Zeiteinsparung durch Nutzung des CADCAM Verfahrens besteht insbesondere bei dem Quadrantenscan. Bei einer Präzisionsabformung des Kiefers mit Situationsabformung, sowie Total- und Teilprothetik ist noch ein erheblicher Entwicklungsaufwand durch die Hersteller erforderlich. Ebenfalls ist ein heutiger gegenseitiger Datentransfer zwischen Praxisverwaltungsprogramm und der Intraoralscanner Software noch nicht möglich. Mittel bis langfristig wird jedoch angenommen, dass das digitale CADCAM Verfahren die konventionelle Abformung ersetzt. Eine weitere Hürde, insbesondere für kleine und mittelgroße Zahnarztpraxen, stellen unter anderem die hohen Investitionskosten von 60.000-80.000 Euro da, die für ein vollständiges CADCAM System durchschnittlich notwendig sind. Dies kann je nach Größe und Ausführung variieren.